Länderübergreifende Kontrollen der Berufs- und Freizeitschifffahrt

Vom 25. Mai bis zum 5. Juni 2017 führten die Wasserschutzpolizeien in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt umfangreiche Schwerpunktkontrollen der Berufs- und Freizeitschifffahrt auf den Binnengewässern durch. Als oberstes Ziel der Kontrollen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten galt wie in den vergangenen Jahren die Erhöhung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs sowohl der Freizeit- als auch der Berufsschifffahrt.

 

Kontrolle eines Sportbootes. Foto: BPP

Dabei lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte neben der Überprüfung der Befähigung und Ausrüstung insbesondere auf der Einhaltung der jeweils geltenden Verkehrsvorschriften auf Bundes- und Landeswasserstraßen.

Augenmerk wurde aber auch, insbesondere an den Feiertagen, auf die Einhaltung des Alkohol- und Drogenverbotes und die Einhaltung der Tempolimits gelegt.

Die Wasserschutzpolizeien der Länder kontrollierten insgesamt 4.864 Fahrzeuge, darunter 4.507 Fahrzeuge der Sportschifffahrt, 216 der Berufsschifffahrt sowie 141 sonstige Fahrzeuge (schwimmende Geräte, Spreewaldkähne, Tretboote etc.).

Von den Kolleginnen und Kollegen wurden 372 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 14 Strafanzeigen gefertigt sowie 700 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld erhoben.

Für die länderübergreifenden Kontrollen kann festgestellt werden, dass insgesamt 33 Bootsführer unter dem Einfluss alkoholischer Getränke standen und nun einem Bußgeld- bzw. Strafverfahren entgegen sehen. Ein Sportbootführer wurde mit 3,10 Promille Alkohol im Blut festgestellt, ein weiterer mit 1,80 Promille. Darüber hinaus stand ein Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmittel, zweimal wurde der Besitz von Betäubungsmitteln geahndet.

Ansonsten lagen in diesem Jahr die meisten Verstöße im Bereich der Binnenschifffahrtsstraßen- und der Sportbootvermietungsordnung Binnen. Die Vielzahl an Feststellungen zeigt, dass eine solche Schwerpunktaktion wichtig ist, nicht nur im Hinblick auf Ahndung von Verstößen sondern in erster Linie, um alle Wassersportler bezüglich der Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen zu sensibilisieren.

Quelle LIZ online 8.6.2017